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PLATZ DER EINHEIT - der Potsdamer Tramknotenpunkt

Mit dem Fahrplanwechsel am 28.05.2006 wurde das Liniennetz der Straßenbahn angepasst. Dabei verlor der Knotenpunkt “Platz der Einheit” seine Bedeutung als wichtigster Umsteigepunkt. Trotz allem queren noch immer täglich Tausende Potsdamer diesen Platz mit Bussen und Bahnen. Ein Grund mehr, die Geschichte des Platzes aus Sicht der elektrischen Straßenbahn zu näher beleuchten.

 

 

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Die Anfänge (1880-1929)

Bereits die Pferdebahn erreichte den Wilhelmplatz, wie die Anlage damals hieß. Am 14.05.1880 fuhr erstmals die grüne Linie an der Süd- und Westseite des Platzes, der ab diesem Zeitpunkt nicht mehr ohne Straßenbahnverkehr sein würde.

Nachdem die elektrische Straßenbahn im Jahre 1907 einzug gehalten hatte, wurden die meisten Gleisanlagen zweigleisig Ausgebaut. So auch diese am Wilhelmplatz.

 

 

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Einmal rund um den Platz (1929-1945)

1929 wurden die Gleisanlagen am Wilhelmplatz erheblich erweitert. Als Zentraler Punkt des Streckennetzes sollte der Platz auch als Wendeschleife und Ausgangspunkt dienen. Dazu wurden auch an der Nord- und Ostseite des Platzes Gleise verlegt. Eine Besonderheit: es kommen erstmals in Potsdam Rasengleise zum Einsatz. In den Jahren bis zum Zweiten Weltkrieg enden hier die Linien 4 und 5. Der Platz wird vom Bahnhof kommend auf der Ostseite umfahren. Nur auf der Rückfahrt wird die Westseite genutzt.

 

 

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Der Zweite Weltkrieg und seine Folgen (1945)

Hitlers Machtantritt im Jahre 1933 wurde in Potsdam mit Prunk und Pomp gefeiert. Zwölf Jahre später hat auch Potsdam die Folgen dieses Wahnsinns zu spüren bekommen. Am 14. April 1945 wird die gesamte historische Innenstadt in Schutt und Asche gelegt.

Auch der Platz der Einheit ist davon betroffen, fast die gesamte angrenzende Bebauung wird zerstört. Die jüdische Synagoge war allerdings bereits von den Nazis 1938 während der Reichspogromnacht zerstört worden.

Die Straßenbahnanlagen sind am 19. September 1945 wieder soweit hergerichtet, dass ein Linienverkehr zwischen Wilhelmplatz und Alleestraße, bzw. Luftschiffhafen möglich ist.

 

 

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Das Schloss weicht dem Verkehr (1961-1990)

Die enormen Zerstörungen des Krieges und der neue polititsche Wind, machen den Wiederaufbau Potsdams nach neuen Maßstäben notwendig. Das Stadtschloss wird abgerissen und damit der Weg frei, für eine neuen Straßenbahntrasse in der, nun sehr breiten Friedrich-Ebert-Straße (ehemals Hohewegstraße und Nauener Straße).

Die Straßenbahn über den Alten Markt wird 1961 stillgelegt und erreicht den Platz nun an der süd-westlichen Ecke. Auch die Straße am Kanal (ab sofort Heinrich-Rau-Allee) wird nach Zuschüttung des Stadtkanals neu trassiert. Der Wilhelmplatz erhält den neuen Namen “Platz der Einheit”.

 

 

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Neue Gleisanlagen und Gebäude (ab 1991)

Mit dem Ende der DDR 1990 änderte sich das Aussehen des Platzes und der Straßenbahnanlagen erneut. Anfang der 90er Jahre wurden in der Friedrich-Ebert-Straße umfangreiche Abbiegegleise eingebaut, die ein schnelleres Aus- und Einfahren der Züge in diesen wichtigen Knotenpunkt zulassen. Auch vor der Haupost wurde ein weiteres Gleis eingebaut, so dass nun auch von hier der Platz angefahren werden kann.

Nach neuesten Vorschlägen soll sich das Gesicht des Platzes nocheinmal ändern. Es gibt Pläne, die Tram aus der Straße am Kanal und Am Platz der Einheit herauszunehmen und durch die Charlottenstraße zu leiten. Ob und wann dieses Projekt realisiert wird, ist aber derzeit nicht absehbar.

 

 

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